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Der 6. Schlüssel: Folge Deiner Intuition

Hast Du Dich schon mal gefragt, was für Dich das Wort Intuition bedeutet? Was das ist und wozu sie

Dir dienlich sein könnte?

Ich mag es super gerne, mir Gedanken über Wortbedeutungen zu machen. Ich stolpere über etwas

und möchte es ergründen bzw. verstehen. Das ist meine Natur. Für mich die beste Art zu lernen.

Eigentlich heißt Intuitio unmittelbare Anschauung. Zugegeben, ein hochgestochenes Wort. Aber

irgendwie auch sehr treffend, wie ich finde. Das unübertreffliche Gefühl, das Dich Entscheidungen

treffen lässt, das Dich Dinge verstehen lässt, eben ohne, dass Du den Verstand einschaltest. Der wäre

nämlich viel zu langsam. Dein Gespür für den nächstwichtigen Schritt kann sich wie eine Eingebung

anfühlen. Eben noch im Dunkeln tappend, hast Du plötzlich eine Idee. Klarheit, die sich von einem

Moment auf den Anderen einstellt, ohne, dass Du etwas dafür tun musst.

Deine Intuition ist Deine weise innere Stimme. Woher sie kommt? Von Deiner Seele.

Damals, als Deine Seele das Erfahrungsshopping abgeschlossen hatte, trat sie mit Deinem Körper die

Reise an, all das zu erleben, was sie sich ausgesucht hatte. Dabei sind das neutrale Erfahrungen. Sie

wollte etwas über Freude, Erfolg, Einzigartigkeit lernen. Ob dies dann wirklich erfahren wird und vor

Allem, wie diese Dinge erfahren werden, zeigt sich dann durch unser Denken, Fühlen und Handeln in

unserem Leben. Für die Seele ist die Erfahrung an sich komplett wertfrei. Nur wir sind es, die dem

ganzen eine Wertung auferlegen.

Eigentlich soll es uns bei dieser Reise nicht schlecht gehen. Wir sollen keine Beschwerden, keine

Ängste, keine Zweifel, Krisen oder Ähnliches als Angriff auf unsere Person verstehen, sondern als

Wegweiser. Wohin? Ins Wachsen ohne Leid, hin, das zu leben, was wir im Original sind. Das, was wir

in unserer besten Vision sind.

Klingt erst mal logisch, wie ich finde und trotzdem hast Du es bisher wahrscheinlich nicht so gelebt.

Vielleicht spürst Du auch einen gewissen Widerstand, wenn Du das hörst. Das ist ok. Schließlich hast

Du all die Jahre etwas Anderes gelernt und in Deinem Nervensystem abgespeichert. Da ist es die

logische Konsequenz, dass das System Alarm schlägt.

Aber: Ein von Leid, Trauer, Chaos befreites Leben zu führen, musst Du nicht allein lernen. Wir sind nie

allein. Wir müssen nur um das bitten, was wir brauchen und wir dürfen uns etwas erlauben. Erlaube

Dir, auf Deine weise Stimme in Dir zu hören. Deine Intuition. Erlaube Dir, die Gedanken zu beruhigen

damit Du sie hören kannst denn sie leitet Dich in ein Leben ohne Tiefschläge dafür mit Klarheit,

Erkenntnis Deiner Selbst und innerer Ruhe.

Du darfst Dir erlauben, mit Leichtigkeit zu leben statt im Gedankenchaos und Herzschmerz zu

versinken.

Wie warst Du als Kind? Erinnere Dich. Nimm ein paar tiefe Atemzüge bis tief in den Bauch. Noch 3, 2,

1…und Du gehst selbstverständlich und einfach so zurück in Deine ersten Lebensjahre. Du siehst eine


Situation. Wie alt bist Du? Was geschieht gerade? Was machst Du? Lass es einfach kommen. Es gibt

nichts zu erwarten, nichts zu erreichen. Sieh Dich in diesem Moment. Spüre Dich als das kleine

Mädchen, das voller Freude ist, sich im Spiel verliert, leicht von einem Augenblick zum nächsten geht,

völlig frei und voller großer Fantasien. Nimm auf, wie Du bist, wie Du Dich fühlst, wie leicht alles ist.

Mit den nächsten Atemzügen kommst Du im Hier und Jetzt an. Nimm Dir einen Moment Zeit. Wie

war das für Dich? Wie war es, zu erkennen, wie leicht es einmal ging, wie intuitiv du gehandelt hast?

Großartig. Als Kinder waren wir noch so eng an das gekoppelt, was unser Kern ist. Mit unseren

Erfahrungen ja Prägungen, haben wir uns nur davon wegbewegt.

Holen wir es also zurück – nein – gehen wir zurück. Zurück zu uns selbst.

Wie Du nun wahrgenommen hast, ist alles immer noch da. Du darfst es wieder aktiv in Dein Leben

integrieren. Mach Dich auf, die Stimme, die Dich immer leitet, wieder zu hören. Sie ist Deine

unverfälschte Verbindung zu Deiner Seele.

Im Moment mag Dir Dein Leben manchmal wie ein Orchester vor dem Auftritt vorkommen: Die

Violinen stimmen sich, die Trompeten tröten lauthals in der Gegend herum, das Schlagwerk geht

noch mal alle anspruchsvollen Stellen durch. Ein Wahnsinns Lärm, oder? Dies kannst Du vergleichen

mit Deinem Kopf. Er ist voller Gedanken. Wirr, alle durcheinander. Dauernd kommen Neue dazu. Am

Liebsten würdest Du ihn auf stumm stellen weil Du auf diese Weise keinen Schritt weiter kommst.

Dieses Chaos lässt Dich erstarren weil es Dir subtil Angst macht und aus der Angst heraus können wir

nichts Neues kreieren. Es folgt eine sinnlose Wiederholung der Vorgänge.

Nun stell Dir nochmal den Konzertsaal vor. Da sind inzwischen nicht nur die Musiker sondern auch

die Zuschauer. Durch sie wird dem Ganzen erst Leben eingehaucht. Ohne ist das beste Konzert recht

dünn.

Wenn ich ein Konzert spiele dann bitte nur mit Publikum. Alles Andere spricht nicht zu mir. Ich

möchte den Gleichklang erleben, die Emotionen spüren und die Beseeltheit des Publikums erleben.

Das Ganze lebt erst vom Sinn, die Stimmung zu teilen. Nun sitzt ganz hinten im Zuschauerraum

Deine Seele. Sie ist eine sehr zarte Zuhörerin. Für sie dürfen nun alle Musiker ganz ganz leise werden.

All das Geraune darf aufhören. Im wahren Leben könntest Du täglich mit Dir selbst zuhören, die

Gedanken in Deinem Kopf wahrnehmen, um sie dann ziehen zu lassen. Oder Du startest mit ein paar

Minuten Meditation, die Du immer weiter ausbaust – geführt oder nicht geführt, je nachdem, was Du

brauchst. Für mich nach wie vor die beste Möglichkeit, den Geist zu ordnen.

Wenn das geschafft ist, kannst Du jeden Tag in vielfältigen Situationen mit Dir selbst auf

Entdeckungsreise gehen. Du weißt nicht, wo Du mit Deinen Arbeiten anfangen sollst? Frage Dich:

Was sagt mein Herz? Du kannst Dich nicht entscheiden? Frage Dich: Was braucht mein Herz? Du

fühlst Dich unwohl? Frage Dich: Was würde mein Herz nun tun? Und so weiter.

Du gibst Dir damit selbst den Raum, Dich immer mehr mit Dir im Kern zu verbinden. Du zapfst Deine

Weisheit an. Sie weiß alles und kennt die Antworten auf Deine Fragen. Ich finde, es gibt in uns nichts

größeres, mächtigeres und stärkeres als unsere innere Stimme, die Intuition.

Wir haben so viel verlernt. So sehr verlernt, auf uns selbst zu achten, zu hören und zu vertrauen. Und

wenn wir nicht einmal uns selbst und unseren Entscheidungen trauen, wem dann? Unserem Partner,

Freunden, der Gesellschaft, der Politik? Alles schön und gut, wird aber nie funktionieren wenn wir es

schon nicht bei uns selbst meistern und unseren Entscheidungen trauen. Nur wenn wir das tun,

übernehmen wir Verantwortung für uns und unsere Schöpfung. Wenn nicht, passiert das, was wir

täglich wahrnehmen: Es wird mehr und mehr Verantwortung abgegeben. Auch hier im Kleinen, wie


im Großen. `Interessiert mich dich nicht´, `Mir doch egal´, `geht mich nichts an`, `nach mir die

Sinnflut´. Hast bestimmt schon öfter gehört und auch das eine oder andere Mal selbst gesagt.

Ich war früher auch so. Heute denke ich: All diese Denkweisen wie Einstellungen sind eigentlich nur

Ausdruck dessen, wie wir von uns selbst Denken und wie wir uns gegenüber eingestellt sind: Wir sind

uns ganz schön egal geworden. Wir interessieren uns zu wenig für uns selbst. Gehen statt dessen in

Ablenkung, Konsum und Rausch, um dieses Gefühl des Verlusts, der Leere in uns zu überdecken.

Ich sage Dir: Das MUSS aufhören. Ja, das muss. Ich stehe täglich dafür auf denn ich WILL, dass sich

immer mehr Menschen ihrer Einzigartigkeit wieder bewusst werden und sich selbst nach außen

tragen. Das zu erreichen, dafür ist Dir Deine Intuition der beste Wegweiser, den Du Dir vorstellen

kannst.

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